Schlagwort: Welt

Das Schauspiel von Wirklichkeit und Traum

Irgendwoher hallt ein Tropfen, als Erinnerung an den vorübergezogenen Regen, und das leise Knirschen von Kieselsteinen unter Gummisohlen. Der Himmel leuchtet mystisch im gedämpften Orange des Sonnenuntergangs. Es sind Momente wie diese, welche den Alltag aushebeln, um die Welt von neuen Empfindungen zu zeichnen.

Alles ist wie es ist, die letzten Tage, die letzten Monate. Das Fenster öffnet sich und alles, was war, verschwindet hinter einem Vorhang der Unwirklichkeit; wie ein Traum, an den man sich am Morgen noch vage zu klammen versucht, nur um ihn in den Farben der scheinbaren Wirklichkeit zu verlieren.

Wer sind wir wirklich, während wir unserem Streben nachsinnen? Was ist unser Zweck, während die Welt ihren Weg geht, ganz gleich, was wir zu beeinflussen versuchen?

So sehr wir uns auch dagegenstellen mögen, so geht doch jeden Morgen die Sonne auf und jeden Abend der Mond. Die Welt dreht sich weiter, während wir in Sorgen versinken, uns in Gelüsten verlieren, in einem vorübergehenden Glücksgefühl schwelgen. Wie sieht die Wahrhaftigkeit aus, hinter all diesen Illusionen?

Die Ehre, den Sinn des Lebens jemals zu verstehen, wird uns wohl kaum je vollumfänglich zuteil. Doch in kurzen Momenten lässt vielleicht ein Wellen vom Vorhang ein Gefühl erhaschen. Ein kurzer Anflug von Verstehen, dessen Nachhauch wir auf der Wange fühlen.

Die Welt der vielen Möglichkeiten, die Welt der Tabus

Du kennst bestimmt den Spruch «Wenn du nur willst, kannst du alles erreichen!». Und gleichzeitig wirst du auch folgende Aussage kennen: «Pass auf, was du sagst.» Ein Paradoxon?

In einer Zeit der illustrierten Freiheit können wir unsere eigenen Wege einschlagen, unsere Träume verwirklichen, auf bisher unbekannten Pfaden wandern. Das Rezept für den Erfolg: Eine Handvoll Selbstvertrauen, vermischt mit einer Prise Mut und einem angebrochenen Stück Talent. Packen wir unseren Rucksack. Auf, in die grosse, freie Welt hinaus! Auf unserer Reise durchlaufen wir bestimmt verschiedene Stationen. Nicht jeder hält bei den gleichen Orten, doch eines haben wir alle gemeinsam: Wir haben einen Traum, den es zu verwirklichen gibt.

Freiheit in der Öffentlichkeit?

Auf meiner persönlichen Reise habe ich vor allem Eines mit der Zeit festgestellt: Die Freiheit, die uns angepriesen wird, ist nicht echt. Die Möglichkeiten, die unsere Welt uns offenbart, sind nicht ohne Risiko. In vielen Themen fühle ich unsichtbare Fesseln um meine Handgelenke, die mich warnen, meine ehrlichen Ansichten öffentlich in einem Blog mitzuteilen. Man könnte nun sagen, dass es mir an Mut fehlt. Doch ist es das wert, seine Meinung der ganzen Welt mitzuteilen, um dafür von allen Seiten kritische Blicke einzuheimsen? Die Worte müssen nicht einmal vollkommen gegen die allgemeine öffentliche Meinung stehen. Es reicht, ein paar Wörter zu benutzen, die sonst niemand benutzt, etwas eine andere Bezeichnung zu geben, die niemand hören will. Ist das diese Freiheit, von der alle reden? Man ist frei, solange man die gleiche Meinung teilt wie die Mehrheit. Man ist frei, solange man auf den gleichen Pfaden wandert. Ein anderer Weg führt automatisch in die Vollzeitbeobachtung und Kritik sogar der eigenen besten Freunde.

Auf der sicheren Seite

Je länger ich darüber nachdenke, was mich bewegt, um ein Thema zu finden, über das ich schreiben könnte, desto mehr Tabus fallen mir auf. Was übrig bleibt, sind die überall bereits angepriesenen 08/15 Blogthemen: Shopping, Kleidung, Beauty, Haustiere, Reisen, Essen, Sport. Themen, über die kaum jemand wirklich viel Negatives sagen kann, die uns alle im Alltag begleiten. Tätigkeiten, die der Öffentlichkeit ein positives Bild von uns liefern, wie positive Eating, Yogatrends und Naturprodukte der Beautyindustrie. Und schon geht es um die Selbstinszenierung, um der Welt mitzuteilen: «Schaut, wie gut ich bin, auf meinem eigenen, individuellen Weg!» statt um die wirklichen, inneren Bewegungen. Wer würde schon öffentlich schreiben «Was mich zum Sport bewegt hat, ist die Sehnsucht nach einem Partner. Laut unseren Medien braucht man dafür einen guten Körper, den ich bisher nicht hatte.» oder «Ich spende nach Afrika, um mein Karma aufzubessern, damit ich mich selber besser fühle, während ich der Welt mitteilen kann, wie gut ich bin.» Was auffällt ist vor allem Eines: Es fehlt die Persönlichkeit, die Ehrlichkeit.

Selbstreflexion

Wer meinen Blog liest, dem fällt ganz sicher eines auf: Meine eigene ständige Selbstbeobachtung. Ich halte es für wichtig, im Leben immer wieder einmal inne zu halten und mich zu fragen: «Wo stehe ich gerade? Wohin bewege ich mich? Und wo wollte ich ursprünglich hin?» Ich bin stark der Meinung, dass diese Selbstreflexion sehr wichtig ist für die persönliche Entwicklung. Und genau diese Haltung, so glaube ich, hätten auch unsere Medien, die Weltpolitik, die Unternehmen, alles öffentlich Geteilte wieder einmal nötig. Ein Innehalten, ein Zurückerinnern an eigene Werte, an den Traum, der uns bewegt hat, in die Zukunft aufzubrechen, in der wir jetzt stehen.

 

Und wie geht es weiter?

Depressive Phasen und das Lied des Windes

Ich stehe da und lausche. Mehr kann ich gerade nicht mehr. Irgendwer muss mir helfen. Irgendwer, der nicht mit seinen wahnsinnig tollen Weisheiten kommt und mir nichts anderes zu sagen hat als: „Du musst das positiv sehen!“ oder „Du hast nur gerade eine depressive Phase“. Natürlich liegen diese Leute dann nicht unbedingt falsch. Aber mal ehrlich: Wer will das schon hören, wenn es einem wirklich schlecht geht?

Manchmal, wenn dieses Gefühl von Hilflosigkeit bis in mein Herz vorgedrungen ist, stelle ich mich irgendwo in die Natur. Sie ist oft die einzige, die nicht wie wahnsinnig auf mich einredet. Doch sie spricht. Nicht mit Worten, nicht mit Texten, auch nicht durch Körpersprache. Sie erzählt ihre Geschichte vom Jetzt, durch ihr Dasein. Wenn du genau hin hörst, kannst du sie hören, wie sie dir ins Ohr flüstert. Sie spricht nicht von grossen Taten, von Mut und Durchhaltevermögen, wie uns dies die Medien und Mitmenschen so oft predigen.

Sie spricht von der Einfachheit. Von einer Weisheit, die nicht auf einem „richtig oder falsch“ beruht. Was sie ausmacht, ist nichts als Existenz und diese ist zum Glück oft gar nicht so kompliziert. Das einzig schwierige ist, ihre Sprache zu verstehen, denn wir Menschen kennen diese Art von Kommunikation nicht mehr.

Heute stehe ich draussen, auf der kahlen Strasse neben der Kirche. Der Himmel ist bewölkt. Den Farben der Welt ist die Sättigung ausgegangen. Neben mir befindet sich ein kleiner Spielplatz. Die Schaukeln zirkeln etwas wild aber einsam im Wind hin und her. Es ist erdrückend still, vom Brausen des leichten Sturmes abgesehen.

Ich stehe da und lausche. Und ich fühle, wie eine sanfte, einfache Erkenntnis die Hilflosigkeit in meinem Herzen verändert. Ganz unbemerkt ist sie in mein Inneres geschlichen, übertönt von den Eindrücken der Aussenwelt. Die Erkenntnis enthält nur dieses: „Loslassen“. Loslassen, wie die Schaukeln, die sich dem Wind hingeben, anstatt sich dagegen anzustemmen. Wie das Blatt, das vor meinen Augen durch saust. Wie der Baum, der seinen alten, morschen Ast dem Wind schenkt und fallen lässt, anstatt ihn mit viel Mühe festzuhalten.

Natürlich lasse ich nicht alles los. Aber ich lasse meine Gedanken los. Und ohne meine Gedanken, verändert sich die Welt.

Ich stehe immer noch draussen, auf der kahlen Strasse neben der Kirche. Alles ist gleich, doch alles ist anders. Am Himmel spielen die Wolken fangen. Die Schaukeln tanzen fröhlich im Wind und lassen sich gehen. Es ist still, denn die Welt lauscht, während der leichte Sturm ihr ein Lied singt.

Wie du deinen Alltag auf 3 Ebenen angenehmer machst

Jeder hat einmal einen schlechten Tag. In manchen Zeiten häufen sich diese, bis jeder Tag einer ist. Oft wünscht man sich in diesen Momenten eine Lösung, die das Leben wieder einfacher macht.

Ich habe ein paar Tipps für dich zusammen getragen, die dir helfen, dein Alltagsleben angenehmer und schöner zu gestalten.

  1. Dein Umfeld

Umgebe dich mit schönen Dingen. Es ist wichtig, sich jeden Tag auf etwas freuen zu können. Dies kann eine schöne Tasse sein, die im Geschäft auf dich wartet. Du kannst dich an ihrer Schönheit freuen, oder an dem warmen Kaffee darin. Vielleicht machst du es dir zur Gewohnheit, die Zeit vom Kaffee trinken am Morgen zu nutzen, um noch einmal kurz für dich zur Ruhe zu kommen.

Es kann aber auch eine Haarspange sein, mit der du dich hübsch fühlst, oder ein Parfum, das dir Sicherheit gibt. Du kannst auch eine schöne Blume an deinen Arbeitsplatz stellen. Was für dich etwas Schönes bedeutet, weisst du bestimmt am besten selbst.

Oft sind es die kleinen Dinge, die unsere Welt besser und schöner machen.

  1. Dein Verhalten anderen gegenüber

Es ist doch immer wieder das Gleiche auf dieser Welt. Wie man andere behandelt, so kommt es zurück. Ganz automatisch. Deshalb – mache auch einmal Komplimente.
Ich persönlich finde es schade, wie selten einem gesagt wird, was man gut macht. Dabei ist es ein schönes Gefühl, jemanden mit einer winzigen Aufmerksamkeit glücklich zu machen. Das kann etwas sein, wie „Diese Hose steht dir total gut“, oder: „Ich bewundere, wie du immer so fit wirken kannst.“ Das Lächeln, das du dafür bekommst, tut auch dir gut.
Natürlich solltest du es nicht übertreiben, das kommt auch schlecht an. Aber du könntest es dir zum Beispiel vornehmen, 2 Mal in der Woche jemandem ein Kompliment zu machen. Vielleicht sogar jeden Tag, immer wieder einer anderen Person.

Es gibt auch ein gutes Gefühl, Verständnis für andere Menschen zu suchen und sie zu wertschätzen. Das heisst nicht, dass man Dinge genauso sehen muss, nur, dass man auch einen anderen Blickwinkel zulässt.
Wenn du von deinem Chef das nächste Mal einen Zusammenschiss bekommst, denk dir doch einfach „der Arme hat heute auch nicht seinen besten Tag“, oder frag dich: „Würde es mir ein gutes Gefühl geben, jemandem so klar sagen zu müssen, was er falsch macht? Muss auch manchmal schwierig sein.“
Natürlich solltest du ihm das nicht sagen. Es geht nur darum, für dich das Verständnis zu suchen. Damit hilfst du dir selber, etwas nicht zu streng zu sehen. Gleichzeitig wirkst du auf dein Gegenüber ganz anders. Ob man es will oder nicht, man strahlt oft aus, was man denkt.

  1. Dein Verhalten dir selber gegenüber

Dieser Punkt ist in meinen Augen der Wichtigste. Du selbst bist die einzige Person, mit der du mit Sicherheit dein ganzes Leben verbringen musst. Also sei auch einmal lieb zu dir selbst. Zeige Verständnis für dich, anstatt dich zu verurteilen. Gönne dir auch einmal Ruhe oder einen Abend für dich alleine.

Ich bin kein Fan von dem Spruch „Du musst nur alles positiv sehen“. Je nachdem, wie man diese Aussage anwendet, hat sie aber bestimmt seine Richtigkeit. Wo ein Problem ist, kann man sich dieses nicht einfach „wegdenken“. Aber man kann versuchen, das ganze Leben, das sich neben diesem Problem abspielt, nicht zu vergessen.

Eine wichtige Person in meinem Leben sagte mir einmal:
„Frage dich jeden Abend, was dich an diesem Tag glücklich gemacht hat. Das muss nichts grosses sein, eine schöne Blume am Wegrand reicht bereits. Je öfter du das machst, desto mehr wird dir auffallen, bis du kaum mehr zu einem Ende kommst.“
Der Spruch in meinem Beitragsbild stammt übrigens von derselben Person.

Vielleicht hast du noch weitere gute Tipps für ein angenehmeres Alltagsleben? Dann teile sie mir doch mit.

Willkommen werte Blogger-Welt

Endlich bin ich angekommen, in dieser weiten neuen Welt. Vor einiger Zeit hat sich der Gedanke an einen Blog wie ein Keim in meinen Kopf gesetzt. Von Tag zu Tag ist er gewachsen und jetzt hat er seine volle Blüte erreicht. Ich habe mich also neugierig und tollpatschig wie ein neu geborenes Junges durch die Blogger-Welt getastet.

Zugegeben, ich hatte mich vorher kaum mit dem Thema beschäftigt. Doch seit die Idee konkret geworden ist, ist in meinem Kopf das Chaos los. Aus dem Gedanken Online-Tagebuch entstand eine Art Mindmap-Fraktale, dessen Ende, oder eben Unendlichkeit, kaum abschätzbar ist. Natürlich wollte ich auch wissen, worüber eigentlich andere schreiben. Ich war, und bin noch, ehrlich verwundert, welcher Vielfältigkeit ich hier begegne.

Ehrlich, kennst Du das? Man startet etwas und ist voller Elan, aus der Freude heraus, etwas Tolles für sich entdeckt zu haben. Als Nächstes sieht man andere, die das Gleiche tun, und denkt sich: Die machen das alle so TOLL! Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

In diesem Sinne: Hallo liebe Blogger-Welt!

Gedanken malen